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Die Treppe für das Böse: Wie die CDU momentan das gefährliche Spiel der Konservativen von 1933 wiederholt

Die Treppe für das Böse: Wie die CDU momentan das gefährliche Spiel der Konservativen von 1933 wiederholt

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Sascha Wirsching

S. Wirsching

Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir manchmal einen nüchternen, aber schmerzhaften Blick in die Vergangenheit werfen. Manche halten es für übertrieben, wenn Parallelen zu den Anfängen von „damals“ im Heute gezogen werden. Dabei wird jedoch oft übersehen, warum Menschen diese Vergleiche anstellen. Ich möchte das hier kurz und bündig auf den Punkt bringen und eine kleine Sammlung von Gründen aufzeigen.

Lasst uns also eine Runde „zurück in die Zukunft“ gehen, um zu verstehen, warum eine bestimmte Strömung innerhalb der CDU (inkl. Kanzler) erneut zum Wegbereiter für das Böse werden könnte. Das Bild, das die Union derzeit abgibt, beschäftigt viele Menschen zutiefst – auch mich sehr – denn vieles davon hat es schon einmal gegeben. Fast genauso. Der entscheidende Unterschied ist: Heute haben wir noch die Möglichkeit, den Kurs zu ändern und zu zeigen, dass wir unsere Geschichte ernst nehmen und daraus gelernt haben. Sonst ist alles, was wir seitdem aufgebaut haben, umsonst gewesen. Der Fall von Rom.

Die historische Lektion: Wie die Konservativen Hitler den Weg ebneten

Viele konservative Eliten – führende Politiker aus Industrie, Wirtschaft und Adel – unterschätzten Hitler in den frühen 1930er-Jahren massiv. Ihre Strategie war es, die NSDAP „einzubinden“ oder „wegzuregieren“. Sie wollten Hitler als Kanzler installieren, um ihn dann politisch zu neutralisieren und für ihre eigenen autoritären Ziele zu instrumentalisieren. Von einem Verbot oder entschiedenem Widerstand sahen sie ab – aus Angst, aus Eigennutz und aus einer fatalen Unterschätzung der Gefahr.

Besonders der Diplomat Franz von Papen glaubte, Hitler „einrahmen“ und kontrollieren zu können. Statt die NSDAP als existenzielle Bedrohung der Demokratie konsequent zu bekämpfen, wurde Hitler am 30. Januar 1933 von Reichspräsident Hindenburg ins Zentrum der Macht geführt.

Das Ende ist bekannt: Die Hoffnung, Hitler zähmen zu können, erwies sich als katastrophale Fehleinschätzung. Mit dem Ermächtigungsgesetz, gestützt von konservativen Stimmen, schaltete die NSDAP die Demokratie endgültig aus. Die Konservativen, die Hitler an die Macht verholfen hatten, wurden selbst entmachtet. Das Land steuerte in eine Diktatur und eine globale Katastrophe. Erkennt ihr die Parallelen?

Das Echo der Geschichte: Merz und die Christdemokraten bzw. eher Konservativen von heute

Die schreckliche Wahrheit ist: Dieses Muster wiederholt sich. Friedrich Merz hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren aus den Christdemokraten die Konservativen von 1933 gemacht.

  1. Die Strategie der Normalisierung: Statt die radikale Rechte klar zu bekämpfen, versucht die heutige Union, deren Themen zu kapern und ihre Wähler „zurückzugewinnen“. Das ist nichts anderes als der moderne Versuch des „Einbindens“ und „Wegregierens“. Man übernimmt ihre Sprache, ihre Narrative und verschiebt damit die Grenzen des Sagbaren. Man normalisiert das Radikale in der Hoffnung, davon zu profitieren. Die Geschichte und die Realität zeigt: Diese Strategie ist einfach nicht zu Ende gedacht und verprellt nach und nach die Wählerschaft, die sich dann entweder dem Original anschließt oder sich von der Partei entfremdet. Am Ende geht nur eine Strategie auf: Die der faschistischen Kräfte.

  2. Die fatale Fehleinschätzung aus Eigennutz: Damals wie heute scheint das primäre Ziel der Machterhalt oder die Rückkehr an die „absolute“ Macht zu sein – koste es, was es wolle. Die Stabilität der Demokratie wird dem kurzfristigen, parteitaktischen Kalkül untergeordnet. Man glaubt, man könne das Feuer kontrollieren, während man selbst Öl hineingießt. Auch hier ist die Strategie nicht zu Ende gedacht und durch die Geschichte belegt, dass diese Entfremdung von sich selbst zum Verlust führen wird.

  3. Die Illusion der Kontrolle: So wie von Papen glaubte, Hitler „einrahmen“ zu können, scheint Merz zu glauben, er könne die extreme Rechte kontrollieren oder durch Annäherung schwächen. Das ist eine gefährliche Illusion. Die Geschichte zeigt: Wer mit Radikalen paktiert, um die Macht zu erlangen, wird am Ende von ihnen gefressen. Die Dynamik, die sie entfesseln, lässt sich nicht mehr einfangen.

Die CDU unter Merz baut heute die Treppe, auf der das Böse von morgen zur Macht schreiten kann. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, dessen Ausgang wir aus unserer eigenen Geschichte kennen. Die Verantwortungslosigkeit, mit der hier gehandelt wird, ist nicht nur politisches Versagen – es ist ein Verrat an den Lehren unserer Vergangenheit.

Friedrich Merz scheint die Geschichte des Landes nicht zu kennen… und die der Partei? Auch nicht.

„Die CDU ist in dem Wissen gegründet worden, dass Faschismus immer nur mit Hilfe von Konservativen an die Macht gekommen ist. Wegen ihrer konservativen Strömungen hat die CDU die besondere Verpflichtung, ihren Konservatismus, den unsere Demokratie braucht, klar abzugrenzen von Rechtsextremismus, der unsere Demokratie vernichten will. Diese Grenze muss von uns immer wieder ausbuchstabiert werden.“

Ablenkung statt Lösungen: Das Versagen der politischen Kommunikation

All das nährt die radikalen Kräfte, da sich eine kritische Masse zunehmend verraten, betrogen und belogen fühlt und so zu irrationalen Entscheidungen getrieben wird. Die Wählerwanderungsstatistik zeigt dies deutlich. Währenddessen scheint die Partei zu keiner ehrlichen Selbstreflexion fähig zu sein. Stattdessen führt sie eine toxische Beziehung mit sich selbst und ihrer Wählerschaft und ist nicht mehr in der Lage, echte Lösungen zu präsentieren, die in der Bevölkerung ankommen und verstanden werden.

Dies zeigt sich in der Kommunikation, wie mit dem Thema #Stadtbild und der gezielten Desinformation und der Verbreitung von Unwahrheiten, anstatt echte Lösungen oder Fahrpläne zu präsentieren, hören wir immer nur von Fantasien, Strategien und typischen Phrasen, die nicht zu Ende gedacht sind. Alles Nahrung für antidemokratische Kräfte.

Eines der aktuellen Beispiele, welches uns viel zu lange verfolgt hat: Aus 30 Milliarden Euro angeblicher Ersparnisse beim Bürgergeld wurden plötzlich 86 Millionen, während Ressourcen für sinnlose Spaltung statt für echte Themen verbrannt wurden. In Talkshows finden nur noch Ablenkungsmanöver statt, und viele Menschen fühlen sich irritiert, weil ihnen nicht mehr zugehört wird. Stattdessen bestimmt die Politik selbst, was die Bürger zu interessieren hat. Das ist falsch und bringt uns in eine neue Dunkelheit. Das ist Führungsschwäche. Worte asynchron mit den Taten. 

Geschichte verstehen, um Wiederholungen zu erkennen

Ein Blick zurück schärft die Wahrnehmung für historische Parallelen und aktuelle Verbindungen. Ein prägnantes Beispiel dafür ist auch der Fall der Richterwahl um Frauke Brosius-Gersdorf: Hier ließ sich die CDU von rechtsfaschistischen Medien und Kräften ausspielen und gab ein fatales Bild für die Stabilität unserer Demokratie ab. Auch diesen Vorfall werdet ihr jetzt sicher mit anderen Augen sehen, wenn ihr ihn verfolgt habt.

Das bestehende Netzwerk aus Destabilisierern und Manipulatoren ist längst nicht mehr nur warmgelaufen – es zündelt bereits und legt bereits das ein und andere große Feuer. Es ist bedenklich, wie dies zugelassen und durch Korruption sowie Vetternwirtschaft und Netzwerktreue vor Amtseid innerhalb der Partei offen befeuert wird. Konsequenzlos.

Die Geschichte wiederholt sich.
Hier gibt es noch mehr Details zur Geschichte:
https://www.herder.de/geschichte-politik/neueste-geschichte/machtergreifung/

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