Female Empowerment: Der große PR-Schwindel der 202Xer?
„(Female) Empowerment“ ist ein Begriff, der allgegenwärtig geworden ist. Wir sehen Schlagworte, Hashtags und Kampagnen, die die Stärke von Frauen feiern. Doch handelt es sich irgendwann im Rückblick wirklich um eine tiefgreifende Bewegung oder bloß um einen Wohlstands-PR-Gag der 202Xer Jahre, der eine neue Nische nach Geld abgrasen wollte?
Eine Blase voller Schlagworte und Scheinheiligkeit
Viele „Empowerment“-Gesichter leben in einer perfekt inszenierten Welt von Schlagworten und leeren Versprechungen. Sie präsentieren sich als etwas, was sie nicht sind, und nutzen eine auf Hochglanz polierte Personal Brand, die sie mit immer denselben Marketing- und PR-Maßnahmen aufbauen. Sie reden über Herausforderungen, Niederlagen, und psychologischen Erkrankungen – aber nichts davon scheint die Oberfläche zu durchdringen. Sie präsentieren eine geglättete Version ihrer selbst, die nichts mit den Themen zu tun hat, über die sie sprechen. Statt Ecken, Kanten und die gepredigte Authentizität sehen wir Manipulation und Selbstinszenierung – das Gegenteil von echtem Empowerment.
Die verborgene Doppelmoral
Und wie authentisch kann oftmals dieses Empowerment sein, wenn es häufig nur dazu dient, von männlichen Geschäftsführern für ein Foto gebucht zu werden? Die „Empowerment“-Personen aus dem Influencer-Klonlabor setzen ihre Promomaschinerie in Gang, während sie echte Probleme (werbefreundlich) meiden und die Firmen, die Empowerment predigen aber keine Frauen in ihrer Umgebung haben, können PR für ein „irgendwas mit Washing“ Thema machen, das Publicity bringt aber kaum einer lebt. Diese Doppelmoral macht das vermeintliche Empowerment zur Farce und sendet eine fatale Botschaft. Was sagen wir den Kindern? Dass Anstrengung und Fähigkeiten weniger zählen als das richtige Netzwerk, kurzweilige Oberflächlichkeit für Trends, laut zu sein und dabei ein hübsches Lächeln zu haben? Nicht das Erreichte zählt, nur das Erzählte reicht? Ein Thema das Gesellschaft, Politik, Unternehmen und Medien gleichermaßen in kein gutes Licht rückt: Denn wir befinden uns in einer immer wiederkehrenden Wiederholungsschleife.
LinkedIn: Business-OnlyFans für die Bubble?
LinkedIn scheint dabei manchmal wie ein Business-OnlyFans für diese Blase – ein schneller Weg, an Geld zu kommen, ohne echte Talente oder Fähigkeiten, die man nicht nach 5 Minuten und einer kostenlosen .pdf erlernen kann. Die „Empowerment“-Stimmen kommen oft aus privilegierten Kreisen, deren Realität weit von den täglichen Herausforderungen der meisten Frauen entfernt ist. Statt echte Probleme anzugehen, bleibt es bei hübschen Instagram-Posts und motivierenden Sprüchen. Firmen gönnen sich, wie bereits erwähnt, durch #diversity, #green und #integrity ihr Feigenblatt, solange das Geld noch da ist. Anstatt Probleme bei der Wurzel zu packen, findet hier ein immer sich wiederholender Kreis der gegenseitigen Täuschung statt.
Sieht auf den ersten Blick gut aus, aber beim zweiten Blick sieht es miserabel für uns alle aus – so lange diese Oberflächlichkeit nicht deutlich benannt, die Personen dahinter immer wieder alles aussitzen können, sie weiter unterstützt werden und die Maschinerie der Täuschung keine richtige Rechenschaftspflicht hat, unterstützen wir weiterhin nur Spaltung statt Einheit.
Immer schön in der Rolle bleiben
Es wirkt wie Satire, aber habe ich selbst erlebt: Diese Personen REDEN über Empowerment, mentale Gesundheit, streichen den Mitarbeiter Award ein (gekauft oder selbst werbewirksam für den Aussteller), während sie ihre Mitarbeiter ins Burnout treiben und am nächsten Tag Instagram-Bilder posten, wie wichtig „Mental Health und eine Auszeit“ ist.
Fazit
Meine Erfahrungen zeigen, dass echte Authentizität selten ist. Von den „Empowerment“-Personen, die ich erlebt habe, sind nur etwa 2 von 10 wirklich authentisch. Diese Mechanismen sind nicht nur im Female Empowerment zu beobachten, sondern auch in der Gaming-Industrie, Influencer-Welt und vielen anderen Bereichen. Die Business-Welt (+Politik), besonders in Dino Deutschland, hinkt oft hinterher und fällt auf Sachen herein, die woanders schon durchgespielt wurden, ohne die Fehler zu beachten, die bereits öffentlich sind. Wie war das nochmal mit der Definition von Wahnsinn?
Ein Problem ist auch die Idealisierung von Menschen, die für andere Menschen nur im Internet eine Rolle spielen. Ein schwerwiegendes Problem der heutigen Zeit und von einem Nachwuchs und Blasen Internet Aktivismus, der in aller Einsamkeit in diesen Personen (in einer perfekt aufbereiteten Scheinwelt) Vorbilder und „Freunde“ sieht und stellenweise gar kein Gefühl mehr dafür hat, was echter Austausch und Aktivismus für Veränderung ist. Schneller. Einsamer. Verloren. Bis zum nächsten Aufschrei, der am Ende nur auf ein Gefühl und nicht auf Fakten und Wissen basierte.
Meine Naivität
Das Internet ist dabei Fluch und Segen zugleich. Die wichtigste Erkenntnis: Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht. Wollen wir das? Es ist Zeit, echte menschliche Interaktionen zu fördern, uns aus den algorithmusgesteuerten Bubbles zu befreien und wieder echte, tiefgehende und authentische Verbindungen zu schaffen und echte Lösungen zu finden. Geht alleine auf Events, engagiert euch ehrenamtlich und kommuniziert mehr analog. Man kann Klicks, Follower und Drehbücher kaufen. Was diese Menschen nicht kaufen können: Echtes Wissen, Erfahrungen und damit die Fähigkeit zu haben frei und offen / einzeln mit Menschen zu reden und Dinge wirklich auf Augenhöhe beantworten zu können anstatt wegzurennen, abzulenken oder alles nur wegzulächeln.
Es ist lustig, wenn du diese Sachen weißt. Denn ab jetzt wirst du umso mehr darauf achten und es selbst erkennen. Dank mir später.
Und halt dich nicht zurück, wenn schlechte Dinge WIRKLICH passieren / passiert sind: Sprich es offen an. Schweigen stärkt die Täter.
Zukunftsausblick
Das Thema ist zu wichtig, um es denen zu überlassen, denen es am Ende dabei nur um sich selbst geht und nicht an der Wurzel der Probleme anpacken. Was können wir tun, um wirklich Gleichheit zu erreichen? Wo ist meiner Meinung nach die Wurzel des Problems und würde einfach wirklich was bringen?
Das kommt in einem der nächsten Beiträge!
PS: Ich kenne keine Geschlechter, nur Menschen.
Kill the Fake.
Hint
Wenn euch jemand nur Hochglanzbilder anbieten kann und eine Lösung, aber nicht verständlich den Weg dahin erklären kann, überweist lieber Geld an den Prinzen vom E-Mail-Postfach. Und wenn euch jemand sagt, dass sie euch zeigen, wie auch ihr erfolgreich auf Social Media Plattformen werden könnt und dabei aus dem Influencer Klonlabor kommen, auch. Außer ihr kommt äußerlich aus dem gleichen Influencer Klonlabor. Wie kann ein so billiger Trick immer nur so einfach funktionieren? Ist das diese Wohlstandsfaulheit? Ich möchte es verstehen.
Internet. Einfach schon seit drei Jahrzehnten Neuland.
PS:
Lieblingsvideocontent zu dem Thema (mit Akteuren, die jeder kennt…):
Ach, Sinnfluencer: https://www.youtube.com/watch?v=5b4ntrBsdX8
Oh Cathy… ohoh: https://www.youtube.com/watch?v=70xNuHFYiRQ
… das sind nur kleine Beispiele in einer wirklich endlosen Liste der Wiederholungen.
Warum? Weil es funktioniert und die Menschen immer noch dieselben sind.
#FemaleEmpowerment #PRSchwindel #Authentizität #PersonalBrand #Networking #Influencer #MentaleGesundheit #FakeItTillYouMakeIt
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